Dies und Das von den Kuhs in Irland

Mon., 14. April 2008

Das Gesundheitssystem in Kanada - Ein Vorbild auch für Deutschland?

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Canadian Health SystemTelepolis hat einen ausführlichen Artikel über das Gesundheitssystem in Kanada geschrieben:

In Kanada sind private Krankenversicherungen grundsätzlich verboten. (…) Mit seinem Health Act wagte Kanada einen radikalen Schritt: Mit einem Verbot der privaten Versicherung von Gesundheitsleistungen, die auch die Einheitsversicherungen in den Provinzen anboten, sollte die Entstehung einer so genannten “Zwei-Klassen-Medizin” verhindert werden, wie sie derzeit auch in Deutschland beklagt wird – vor allem aufgrund längerer Wartezeiten für Facharztuntersuchungen. Gleichzeitig sollte verhindert werden, dass sich Politiker – wie in Großbritannien - privat versichern und das öffentliche Gesundheitssystem als Nichtbetroffene “kaputtsparen”.

Und weiter:
Mit dem System fuhr Kanada lange Zeit nicht schlecht: Es half dem Land nicht nur, ein relativ kostengünstiges Gesundheitssystem zu etablieren, sondern auch die USA bei Werten wie Lebenserwartung und Säuglingssterblichkeit bei weitem zu übertreffen. Die Ärztedichte war vergleichbar, bei den Krankenschwestern pro Einwohner hatte der nördliche Nachbar sogar einen deutlichen Vorsprung. In den 1990er Jahren waren Kanada und Finnland die einzigen OECD-Länder, die den Anteil der Gesundheitskosten am Bruttoinlandsprodukt senken konnten. Vielleicht am Bemerkenswertesten ist, dass Kanada trotzdem seiner umfassenden Fürsorge einen deutlich kleineren Teil seiner Steuereinnahmen für Gesundheitsleistungen ausgeben musste (16,7 %) als die USA (18,5 %).[1]

Tue., 01. April 2008

2007 höchste Einwanderungsquote in Kanadas Geschichte

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Noch nie hat Kanada so viele Einwohner aufgenommen wie im letzten Jahr.
Vorläufigen Daten zufolge, die Citizenship and Immigration Canada (CIC) Mitte März veröffentlichte, zogen 429.649 Neubürger, darunter auch Studenten aus dem Ausland, zumindest für einige Zeit nach Kanada. Das waren 60.000 Menschen mehr als im Jahr 2003.

Dauerhaft bleiben wollten mehr als 251.000 Menschen. Die Einwanderungsraten blieben damit innerhalb der Quoten von 240.000 bis 265.000 Menschen im Jahr. Die für Staatsbürgerschaft und Einwanderung zuständige Ministerin Diane Finley erklärte, die Zahlen würden beweisen, dass das Immigrationsprogramm auf die Anforderungen der kanadischen Wirtschaft reagiere.

In allen Sektoren überall im Land herrsche Arbeitskräftemangel, so Finley.
“Einwanderung kommt der Nachfrage zugute und hilft der Industrie, in der globalen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.”

Quelle: Kanada-Newsletter der Kanadischen Botschaft in Berlin

Dazu passt der Bericht über die Ölsandförderung in Alberta und deren Auswirkungen auf den dortigen Arbeitsmarkt:

Das hohe Tempo beim Ausbeuten der Ölsand-Vorkommen führte zu landesweiten Verwerfungen und verschärfte die Ungleichheiten zwischen den Provinzen. Längst kommt es in Alberta und selbst darüber hinaus zu Engpässen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere bei Fachkräften. Im gesamten Korridor Edmonton-Calgary sowie in den [extern] Öl-Boomtowns fände sich niemand mehr, der für 14 kanadische Dollar in der Stunde Mohrrüben schälen würde, Unternehmen von Fastfood-Ketten bis hin zu Sägewerken finden keine Arbeitskräfte mehr. Bis 2010 rechnet man in Alberta mit 400,000 Jobs, die nicht besetzt werden können. Angesichts des Arbeitskräftemangels steuert die Provinzregierung mit einem Spezialprogramm gegen; dieses Programm soll “Rentner, jugendliche Indianer und ausländische Arbeitskräfte” in Lohn und Brot bringen. Unterdessen verzeichnet die fiebrige Ökonomie Albertas Wachstumsraten, die denen Chinas sehr ähnlich sind. Skeptiker der geplanten neuen Ölsand-Förderprojekte machen gerade den Fachkräftemangel als zusätzlichen limitierenden Faktor für deren vollständige Umsetzung aus.

Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27579/1.html

Sun., 13. January 2008

Mehrwertsteuer in Kanada auf fünf Prozent gesenkt

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Kanadier zahlen seit dem 1. Januar dieses Jahres nur noch fünf Prozent Mehrwertsteuer. Die General Goods and Service Tax (GST), die der Bund auf Waren und Güter erhebt, wurde um einen weiteren Prozentpunkt von sechs auf fünf Prozent gesenkt.

Mit diesen guten Nachrichten begrüßte Premierminister Stephen Harper seine Landsleute im neuen Jahr. „Wir haben versprochen, die Mehrwertsteuer von sieben auf sechs und schließlich auf fünf Prozent abzusenken“, sagte Harper in genau jenem Elektroladen, in dem er während seiner Wahlkampftour 2005-2006 die Steuersenkungen in Aussicht gestellt hatte. „Dieses Versprechen lösen wir hiermit ein.“

Die Kanadier sparen durch die Senkung um zwei Prozentpunkte jedes Jahr fast zwölf Milliarden Dollar an Mehrwertsteuer ein. Seit Antritt der Regierungsgeschäfte hat die konservative Regierung unter Stephen Harper die Steuerzahler um nahezu 200 Milliarden Dollar entlastet. Die Steuern, die jeder Kanadier jährlich zahlen muss, liegen derzeit auf den niedrigsten Stand seit fast 50 Jahren.

schreibt der Kanada-Newslettter

Wed., 28. November 2007

Kanada erwirtschaftet erneut Rekordüberschuss

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Der “Kanada-Newsletter 48/2007″ schreibt:

Kanada erwartet erneut einen Haushaltsüberschuss in Rekordhöhe. Aus dem Finanzministerium hieß es, der Überschuß der ersten Hälfte des laufenden Finanzjahres werde bis zu 9,3 Milliarden Dollar betragen. Allein im September liefen mehr als 2,6 Milliarden Dollar an Überschuß in die Staatskasse. Der höchste Haushaltsüberschuss, den Kanada je erzielen konnte, wurde im Finanzjahr 2000/2001 erreicht. Damals wurden 19,9 Milliarden Dollar mehr eingenommen als ausgegeben.

Kanada ist das einzige G7-Land, das sein Haushaltsjahr 2006-2007 mit einem Überschuss abschließen konnte. Das war darüber hinaus der zehnte Haushaltsüberschuss in Folge. Premierminister Stephen Harper hatte mehrfach angekündigt, mit den erwirtschafteten Überschüssen die Schulden zu tilgen. Derzeit hat das Land 467,27 Milliarden Dollar Schulden, das sind rund 319,33 Milliarden Euro. Deutschland schiebt derzeit einen Schuldenberg in Höhe von 902 Milliarden Euro vor sich her.

Das bedeutet aber (wenn die Zahlen stimmen), daß die Pro-Kopf-Verschuldung ungefähr gleich ist: (gerundete Zahlen)
CA: 320.000.000.000 / 30.000.000 = 10.667 Euro/Kopf
D : 900.000.000.000 / 83.000.000 = 10.843 Euro/Kopf

Weiter schreibt der Newsletter:

(…) Arbeitslosenquote, die im Oktober 2007 bei 5,8 Prozent lag und damit auf dem niedrigsten Stand seit 33 Jahren (…)
Dazu paßt:
Zwei Jobmessen werben Restaurantfachkräfte für Kanada ein
Wer in der Hotel-, Gaststätten- und Tourismusbranche arbeitet und sich für eine Tätigkeit in Kanada interessiert, kann sich auf zwei Jobmessen über mögliche Arbeitsplätze in Alberta informieren. Die Provinz Alberta veranstaltet gemeinsam mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) und anderen kanadischen Provinzen am 29. November in Dortmund und am 1. Dezember in Stuttgart Informationsveranstaltungen, während der man sich schon direkt bei anwesenden kanadischen Arbeitgebern vorstellen kann.

Unternehmen aus Alberta und anderen kanadischen Provinzen suchen auf diesem Wege beispielsweise Restaurantfachkräfte, Köche, Bedienungen, Reinigungs- und Wartungskräfte, Mitarbeiter für Empfang, Reservierung und Verwaltung sowie Kosmetikfachverkäufer und Fremdenführer.

Wer Interesse hat, kann seine Bewerbungsunterlagen gleich mitbringen. Weitere Informationen gibt es unter www.alberta-canada.com/germany

Die Jobmessen finden statt am
29. November 2007 in Dortmund
Handwerkskammer Dortmund,
Reinoldistraße 7 - 9, 44135 Dortmund
von 14.00 - 17.00 Uhr
und am
01. Dezember 2007 in Stuttgart
Regionaldirektion Baden-Württemberg
Jägerstraße 14 - 18, 70174 Stuttgart
von 11.00 - 15.00 Uhr

Viel Spaß!

Wed., 16. May 2007

Kanada und Alberta wollen Einwanderung voranbringen

Filed under: Kanada

Die kanadische Regierung und die Provinzregierung von Alberta haben Mitte Mai ein Abkommen unterzeichnet, das die die Einwanderung nach Alberta noch attraktiver machen soll. Alberta ist bestrebt, mindestens zehn Prozent der kanadischen Neubürger aufzunehmen, um seinen Arbeitskräftemangel zu decken.

Nach der neuen Vereinbarung kann Alberta mehr Einwanderer als bisher mit speziellen Kenntnissen benennen, deren Anträge von der Einwanderungsbehörde des Bundes schneller bearbeitet werden. Darüber hinaus soll ein Pilotprojekt den Zuzug von Arbeitskräften aus dem Gesundheitswesen beschleunigen, die nach Alberta einwandern wollen. Noch dazu wollen Kanada und Alberta gemeinsam im Ausland verstärkt um Fachkräfte werben.

Rund zehn Prozent der kanadischen Bevölkerung lebt in Alberta, das reich an Bodenschätzen ist. Mehr als 80 Prozent des Erdöls und mehr als 90 Prozent des Erdgases Kanadas stammt aus Alberta. Dazu kommen noch das kanadische Gesamtvorkommen an Bitumen und Teersand.

Quelle: Kanada Newsletter der Kan. Botschaft in Berlin

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