2007 höchste Einwanderungsquote in Kanadas Geschichte
Quelle: Kanada-Newsletter der Kanadischen Botschaft in BerlinNoch nie hat Kanada so viele Einwohner aufgenommen wie im letzten Jahr.
Vorläufigen Daten zufolge, die Citizenship and Immigration Canada (CIC) Mitte März veröffentlichte, zogen 429.649 Neubürger, darunter auch Studenten aus dem Ausland, zumindest für einige Zeit nach Kanada. Das waren 60.000 Menschen mehr als im Jahr 2003.Dauerhaft bleiben wollten mehr als 251.000 Menschen. Die Einwanderungsraten blieben damit innerhalb der Quoten von 240.000 bis 265.000 Menschen im Jahr. Die für Staatsbürgerschaft und Einwanderung zuständige Ministerin Diane Finley erklärte, die Zahlen würden beweisen, dass das Immigrationsprogramm auf die Anforderungen der kanadischen Wirtschaft reagiere.
In allen Sektoren überall im Land herrsche Arbeitskräftemangel, so Finley.
“Einwanderung kommt der Nachfrage zugute und hilft der Industrie, in der globalen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.”
Dazu passt der Bericht über die Ölsandförderung in Alberta und deren Auswirkungen auf den dortigen Arbeitsmarkt:
Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27579/1.htmlDas hohe Tempo beim Ausbeuten der Ölsand-Vorkommen führte zu landesweiten Verwerfungen und verschärfte die Ungleichheiten zwischen den Provinzen. Längst kommt es in Alberta und selbst darüber hinaus zu Engpässen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere bei Fachkräften. Im gesamten Korridor Edmonton-Calgary sowie in den [extern] Öl-Boomtowns fände sich niemand mehr, der für 14 kanadische Dollar in der Stunde Mohrrüben schälen würde, Unternehmen von Fastfood-Ketten bis hin zu Sägewerken finden keine Arbeitskräfte mehr. Bis 2010 rechnet man in Alberta mit 400,000 Jobs, die nicht besetzt werden können. Angesichts des Arbeitskräftemangels steuert die Provinzregierung mit einem Spezialprogramm gegen; dieses Programm soll “Rentner, jugendliche Indianer und ausländische Arbeitskräfte” in Lohn und Brot bringen. Unterdessen verzeichnet die fiebrige Ökonomie Albertas Wachstumsraten, die denen Chinas sehr ähnlich sind. Skeptiker der geplanten neuen Ölsand-Förderprojekte machen gerade den Fachkräftemangel als zusätzlichen limitierenden Faktor für deren vollständige Umsetzung aus.
