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Fri., 09. November 2007

News aus Kanada

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Flaherty sagt Steuersenkungen aufgrund guter Wirtschaftslage zu

Der kanadische Finanzminister Jim Flaherty hat seinen Bericht zur wirtschaftlichen Lage des Landes vorgestellt. Der kanadischen Wirtschaft gehe es, ungeachtet der schwachen Wirtschaftslage im Nachbarland USA, weiterhin gut, heißt es dort.

Das Bruttoinlandsprodukt konnte im zweiten Quartal des Jahres um 3,4 Prozent zulegen. Im ersten Quartal waren 3,9 Prozent Wachstum erreicht worden. Experten der privaten Wirtschaft schätzen, dass das Bruttoinlandsprodukt aufs Jahr berechnet bei 2,5 Prozent Wachstum liegt. Nächstes Jahr sollen es 2,4 Prozent und 2009 sogar 2,7 Prozent sein.

Aufgrund der positiven Wirtschaftslage Kanadas konnte Flaherty neue Steuersenkungen in Aussicht stellen. Unter anderem soll auch die Mehrwertsteuer noch einmal herabgesetzt werden.

„Wenn die weltweite Wirtschaft nicht in geregelten Bahnen läuft, ist es an der Zeit, den Kanadiern mit weiteren Steuersenkungen entgegen zu kommen“, sagte Flaherty. Die gute steuerliche Position biete Möglichkeiten, die andere Länder nicht hätten. Breit angelegte Steuersenkungen würden die Wirtschaft stärken und den Kanadiern mehr Geld in den Taschen lassen.

Seit die Konservativen unter Stephen Harper vor 21 Monaten die Regierung übernommen haben, sei der kanadische Steuerzahler um mehr als 190 Millionen Dollar entlastet worden. Die Steuerlast sei damit auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren, so Flaherty.

Herzstück der Steuerneuerungen ist die Senkung der Mehrwertsteuer um ein Prozent zum 1. Januar 2008. Darüber hinaus wird der Steuerfreibetrag rückwirkend zum Anfang des laufenden Jahres auf 9.600 Dollar hochgesetzt. Auch der Eingangssteuersatz von jetzt 15,5 Prozent wird rückwirkend auf 15 Prozent abgesenkt.

Die kanadischen Unternehmen sollen ebenfalls von den Steuererleichterungen profitieren. Die Unternehmenseinkommenssteuer soll in den nächsten fünf Jahren bis auf 15 Prozent gesenkt werden, die Steuerrate für Kleinstunternehmen wird schon 2008 und damit ein Jahr früher als versprochen auf 11 Prozent festgesetzt.

Flaherty kündigte an, dass die Regierung im laufenden Finanzjahr die Schulden Kanadas um weitere zehn Milliarden Dollar abbauen wird. Damit hat die Regierung seit Amtsübernahme 37 Milliarden Dollar Schulden zurückgezahlt. Das sind pro Einwohner 1.570 Dollar. Das Schulden-zum-Bruttoinlandsprodukt-Verhältnis wird damit drei Jahre früher, nämlich im Finanzjahr 2011/2012 auf unter 25 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit Ende der 70-er Jahre fallen.

Träumen ist doch noch erlaubt, oder?

Kanada nimmt 2008 eine Viertel Million Einwanderer auf

Kanada wird nächstes Jahr zwischen 240.000 und 265.000 Neubürgern die Einwanderung erlauben. Die für Staatsbürgerschaft und Einwanderung zuständige Minister Diane Finley sagte, mit dieser Größenordnung könne Kanada das wirtschaftliche Wachstum im Land unterstützen und von den Einwanderern und ihren Famlien profitieren. Für die Integration der Neuankömmlinge stellt die Regierng 1,3 Milliarden zusätzlich in den Haushalt ein.

Finley gab auch bekannt, dass erstmalig etwaige Studienzeiten oder Arbeitsaufenthalte in Kanada bei der Entscheidung berücksichtigen werden, ob einer Fachkraft, die befristet in Kanada arbeitet, dauerhaft das Aufenthaltsrecht zugesprochen werden soll.

Zwischen 2001 und 2006 ist die kanadische Bevölkerung um 5,4 Prozent gewachsen. Der Großteil der Neubürger sind aus anderen Ländern eingewandert.

Quelle: Kanada-Newsletter der deutschen Botschaft in Berlin

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