Dies und Das von den Kuhs in Irland

Wed., 28. November 2007

Kanada erwirtschaftet erneut Rekordüberschuss

Filed under: Kanada

Der “Kanada-Newsletter 48/2007″ schreibt:

Kanada erwartet erneut einen Haushaltsüberschuss in Rekordhöhe. Aus dem Finanzministerium hieß es, der Überschuß der ersten Hälfte des laufenden Finanzjahres werde bis zu 9,3 Milliarden Dollar betragen. Allein im September liefen mehr als 2,6 Milliarden Dollar an Überschuß in die Staatskasse. Der höchste Haushaltsüberschuss, den Kanada je erzielen konnte, wurde im Finanzjahr 2000/2001 erreicht. Damals wurden 19,9 Milliarden Dollar mehr eingenommen als ausgegeben.

Kanada ist das einzige G7-Land, das sein Haushaltsjahr 2006-2007 mit einem Überschuss abschließen konnte. Das war darüber hinaus der zehnte Haushaltsüberschuss in Folge. Premierminister Stephen Harper hatte mehrfach angekündigt, mit den erwirtschafteten Überschüssen die Schulden zu tilgen. Derzeit hat das Land 467,27 Milliarden Dollar Schulden, das sind rund 319,33 Milliarden Euro. Deutschland schiebt derzeit einen Schuldenberg in Höhe von 902 Milliarden Euro vor sich her.

Das bedeutet aber (wenn die Zahlen stimmen), daß die Pro-Kopf-Verschuldung ungefähr gleich ist: (gerundete Zahlen)
CA: 320.000.000.000 / 30.000.000 = 10.667 Euro/Kopf
D : 900.000.000.000 / 83.000.000 = 10.843 Euro/Kopf

Weiter schreibt der Newsletter:

(…) Arbeitslosenquote, die im Oktober 2007 bei 5,8 Prozent lag und damit auf dem niedrigsten Stand seit 33 Jahren (…)
Dazu paßt:
Zwei Jobmessen werben Restaurantfachkräfte für Kanada ein
Wer in der Hotel-, Gaststätten- und Tourismusbranche arbeitet und sich für eine Tätigkeit in Kanada interessiert, kann sich auf zwei Jobmessen über mögliche Arbeitsplätze in Alberta informieren. Die Provinz Alberta veranstaltet gemeinsam mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) und anderen kanadischen Provinzen am 29. November in Dortmund und am 1. Dezember in Stuttgart Informationsveranstaltungen, während der man sich schon direkt bei anwesenden kanadischen Arbeitgebern vorstellen kann.

Unternehmen aus Alberta und anderen kanadischen Provinzen suchen auf diesem Wege beispielsweise Restaurantfachkräfte, Köche, Bedienungen, Reinigungs- und Wartungskräfte, Mitarbeiter für Empfang, Reservierung und Verwaltung sowie Kosmetikfachverkäufer und Fremdenführer.

Wer Interesse hat, kann seine Bewerbungsunterlagen gleich mitbringen. Weitere Informationen gibt es unter www.alberta-canada.com/germany

Die Jobmessen finden statt am
29. November 2007 in Dortmund
Handwerkskammer Dortmund,
Reinoldistraße 7 - 9, 44135 Dortmund
von 14.00 - 17.00 Uhr
und am
01. Dezember 2007 in Stuttgart
Regionaldirektion Baden-Württemberg
Jägerstraße 14 - 18, 70174 Stuttgart
von 11.00 - 15.00 Uhr

Viel Spaß!

Tue., 27. November 2007

Für die “Ich-hab-doch-nichts-zu-verbergen”-Verfechter

Filed under: Allgemein

Denn wer nichts zu verbergen hat, der hat ja auch sicher kein Problem damit wenn bei einer falschen Bemerkung oder Ähnlichem das SEK mal zuhause nachgucken kommt ob alles seine Richtigkeit hat. Mit vorgehaltener Waffe versteht sich: http://www.mdr.de/fakt/5039319.html

Zum Thema “biometriefähiger” Ausweis etc.:
Biometrische Daten bald überall?

Und der “Fall Edeka”: Einkaufen mit falschen Fingerabdruck

Fri., 09. November 2007

News aus Kanada

Filed under: Allgemein

Flaherty sagt Steuersenkungen aufgrund guter Wirtschaftslage zu

Der kanadische Finanzminister Jim Flaherty hat seinen Bericht zur wirtschaftlichen Lage des Landes vorgestellt. Der kanadischen Wirtschaft gehe es, ungeachtet der schwachen Wirtschaftslage im Nachbarland USA, weiterhin gut, heißt es dort.

Das Bruttoinlandsprodukt konnte im zweiten Quartal des Jahres um 3,4 Prozent zulegen. Im ersten Quartal waren 3,9 Prozent Wachstum erreicht worden. Experten der privaten Wirtschaft schätzen, dass das Bruttoinlandsprodukt aufs Jahr berechnet bei 2,5 Prozent Wachstum liegt. Nächstes Jahr sollen es 2,4 Prozent und 2009 sogar 2,7 Prozent sein.

Aufgrund der positiven Wirtschaftslage Kanadas konnte Flaherty neue Steuersenkungen in Aussicht stellen. Unter anderem soll auch die Mehrwertsteuer noch einmal herabgesetzt werden.

„Wenn die weltweite Wirtschaft nicht in geregelten Bahnen läuft, ist es an der Zeit, den Kanadiern mit weiteren Steuersenkungen entgegen zu kommen“, sagte Flaherty. Die gute steuerliche Position biete Möglichkeiten, die andere Länder nicht hätten. Breit angelegte Steuersenkungen würden die Wirtschaft stärken und den Kanadiern mehr Geld in den Taschen lassen.

Seit die Konservativen unter Stephen Harper vor 21 Monaten die Regierung übernommen haben, sei der kanadische Steuerzahler um mehr als 190 Millionen Dollar entlastet worden. Die Steuerlast sei damit auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren, so Flaherty.

Herzstück der Steuerneuerungen ist die Senkung der Mehrwertsteuer um ein Prozent zum 1. Januar 2008. Darüber hinaus wird der Steuerfreibetrag rückwirkend zum Anfang des laufenden Jahres auf 9.600 Dollar hochgesetzt. Auch der Eingangssteuersatz von jetzt 15,5 Prozent wird rückwirkend auf 15 Prozent abgesenkt.

Die kanadischen Unternehmen sollen ebenfalls von den Steuererleichterungen profitieren. Die Unternehmenseinkommenssteuer soll in den nächsten fünf Jahren bis auf 15 Prozent gesenkt werden, die Steuerrate für Kleinstunternehmen wird schon 2008 und damit ein Jahr früher als versprochen auf 11 Prozent festgesetzt.

Flaherty kündigte an, dass die Regierung im laufenden Finanzjahr die Schulden Kanadas um weitere zehn Milliarden Dollar abbauen wird. Damit hat die Regierung seit Amtsübernahme 37 Milliarden Dollar Schulden zurückgezahlt. Das sind pro Einwohner 1.570 Dollar. Das Schulden-zum-Bruttoinlandsprodukt-Verhältnis wird damit drei Jahre früher, nämlich im Finanzjahr 2011/2012 auf unter 25 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit Ende der 70-er Jahre fallen.

Träumen ist doch noch erlaubt, oder?

Kanada nimmt 2008 eine Viertel Million Einwanderer auf

Kanada wird nächstes Jahr zwischen 240.000 und 265.000 Neubürgern die Einwanderung erlauben. Die für Staatsbürgerschaft und Einwanderung zuständige Minister Diane Finley sagte, mit dieser Größenordnung könne Kanada das wirtschaftliche Wachstum im Land unterstützen und von den Einwanderern und ihren Famlien profitieren. Für die Integration der Neuankömmlinge stellt die Regierng 1,3 Milliarden zusätzlich in den Haushalt ein.

Finley gab auch bekannt, dass erstmalig etwaige Studienzeiten oder Arbeitsaufenthalte in Kanada bei der Entscheidung berücksichtigen werden, ob einer Fachkraft, die befristet in Kanada arbeitet, dauerhaft das Aufenthaltsrecht zugesprochen werden soll.

Zwischen 2001 und 2006 ist die kanadische Bevölkerung um 5,4 Prozent gewachsen. Der Großteil der Neubürger sind aus anderen Ländern eingewandert.

Quelle: Kanada-Newsletter der deutschen Botschaft in Berlin

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