Dies und Das von den Kuhs in Irland

Tue., 10. January 2006

Kanada erwirtschaftet zum achten Mal in Folge Haushaltsüberschuss

Filed under: Kanada

Eine Meldung, die ich Euch auch nicht vorenthalten will:

Zum achten Mal in Folge hat die kanadische Regierung einen Überschuss erwirtschaftet. Finanzminister Ralph Goodale gab Ende letzter Woche bekannt, dass der Haushaltsüberschuss für das Finanzjahr 2004-2005 sich auf insgesamt 1,6 Milliarden Dollar belaufe. Noch nie konnte so häufig nacheinander ein Überschuss eingefahren werden. Darüber hinaus ist Kanada zum wiederholten Mal das einzige G7-Land, das mit einem Haushaltsplus abschloss - und das einzige G7-Land, das im nächsten Finanzjahr wieder damit rechnen kann.

Die 1,6 Milliarden Dollar sollen nun dazu verwendet werden, die Schulden Kanadas von jetzt 499,9 Milliarden Dollar abzuzahlen. Die Höhe der Bundesschuld betrug im abgelaufenen Haushaltsjahr 38,7 Prozent des kanadischen Bruttoinlandproduktes und damit rund 30 Prozentpunkte weniger als im Jahr des Höchststandes 1995-1996. Damals waren es noch 68,4 Prozent gewesen.

“Kanada hat mehr Schulden abbezahlt als jedes andere G7-Land”, sagte Finanzminister Goodale. Rund drei Milliarden Dollar an Zinsen spare man jährlich ein, weil man in den letzten acht Jahren 63 Milliarden Schulden abgebaut habe. Diese drei Milliarden könnte man direkt für die Wichtigsten Belange der Kanadier einsetzen, so Goodale weiter.

Der Bericht des kanadischen Finanzministers ist unter der Webadresse http://www.fin.gc.ca/toce/2005/afr_e.html zugänglich.

Eine weitere, dazu passende Meldung: OECD lobt Kanadas Wirtschaft

Die kanadische Wirtschaft wird auch in den nächsten zwei Jahren an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten und weiter anwachsen. So lautet die Prognose, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem letzten Bericht abgegeben hat.

Der Bericht lobte die Wirtschaft des Landes als “außergewöhnlich schwungvoll”. Das seien die besten Voraussetzungen, um dem starken kanadischen Dollar und der einsetzenden Abschwächung der Inlandsnachfrage zu trotzen. Dass die hohen Energiepreise die Inflationsrate über das Soll hinausgeschossen haben, sei lediglich ein zeitlich begrenztes Phänomen, heißt es im Bericht.

Unter Berücksichtigung dieser Fakten rechnet die OECD 2006 mit einem Wirtschaftwachstum in Kanada von 3,2 Prozent und 2007 mit 3,1 Prozent. Für dieses Jahr wird das Wirtschaftswachstum auf 3 Prozent geschätzt.

Um die Inflation im Griff zu halten empfiehlt die OECD der kanadischen Zentralbank allerdings, das Zinsniveau noch einmal anzuheben. In Anbetracht der regen Wirtschaftslage, sollte jeder zusätzliche steuerliche Anreiz vermieden werden, so die Analysten. Statt dessen sollte die Wirtschaft sich auf die zu erwartenden Ausgaben konzentrieren, die eine alternde Bevölkerung mit sich bringen.

Tue., 03. January 2006

2005 verschwanden in Deutschland 121.000 Arbeitsplätze

Filed under: Allgemein

Kein schöner Gruß zum Jahresanfang, ich weiß. Aber die bittere Wahrheit für viele in Deutschland. (Update 10.01.06)

Die Deutsche Welle schreibt heute:

Neue Ein-Euro-Jobs konnten 2005 den beschleunigten Stellenabbau in der Industrie und am Bau nicht ausgleichen. Insgesamt gingen in Deutschland 121.000 Arbeitsplätze verloren, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im Jahresdurchschnitt gingen 38,7 Millionen Menschen einer regulären Arbeit nach. Das waren 0,3 Prozent weniger als 2004, als Ich-AGs und Minijobs noch für einen Anstieg der Erwerbstätigenzahl um 0,4 Prozent oder 146.000 gesorgt hatten. Für den Stellenschwund war 2005 vor allem der - wenn auch verlangsamte - Abbau voll sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze und die stärkere Reduzierung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen verantwortlich.
Übrigens, in Irland wurden im gleichen Zeitraum etwa die gleiche Menge an neuen Arbeitsplätzen geschafft!!!! (Siehe Central Statistics Office)

Update (10.01.06):
Folgende Nachricht möchte ich noch hinzufügen:

Kanadas Arbeitslosenquote sinkt auf tiefsten Stand seit 30 Jahren

Seit 30 Jahren hat es in Kanada nicht mehr so wenige Arbeitslose gegeben wie im Oktober. Die Quote fiel auf 6,6 Prozent, nachdem im Oktober 68.700 neue Jobs hinzugekommen waren. Analysten hatten mit 20.000 neuen Stellen gerechnet und waren davon ausgegangen, dass die Arbeitslosenquote bei 6,7 Prozent verbleibt.

Beim Großteil der neuen Oktober Stellen handelt es sich um Halbzeitstellen. Allerdings sind die meisten neuen Jobs dieses Jahr Ganztagsbeschäftigungen gewesen. 2005 wurden bisher 1,3 Prozent mehr neue Jobs geschaffen als im Jahr zuvor.

Inzwischen ist die Arbeitslosennquote übrigens noch weiter gesunken: im November 2005 waren nur noch 6,4 Prozent aller
Kanadier im arbeitsfähigen Alter ohne Job.

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