Dies und Das von den Kuhs in Irland

Mon., 20. December 2004

Irische Wetterkapriolen

Filed under: Bautagebuch

Habe heute nachmittag freigenommen, um das gute Wetter auszunutzen. Nur: was heisst schon strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und ein paar Wolken? Genau das: irisches Wetter. Als ich endlich auf der Baustelle angekommen war, war’s 3 Uhr und es fing an zu regnen. Dabei wollte ich doch endlich anfangen, den Dichtungsanstrich aufzubringen! Aber das geht leider nicht, wenn die Wand klatschnass ist und das Wasser auch noch von oben runter läuft. Naja, der kurze Regenschauer war schnell vorüber, die Sonne kam wieder raus und so begann ich mit den Vorbereitungen. Als schliesslich alles an seinem Platz war, kam der nächste Regenschauer! Also wieder erst mal Alternativarbeiten ausgeführt und gewartet, bis der Anfall vorüber war.

Schliesslich wurd´s dann doch noch besser und ich konnte mit dem Streichen beginnen. Aber mit den Missgeschicken war´s noch nicht zu Ende. Erst fiel mir der gesamte Malerpinsel aus der Hand, weil ich ihn wohl zu stark geschwenkt hatte - d.h. eigentlich.fiel er mir nicht direkt aus der Hand, sondern einfach runter - den Griff hatte ich noch in der Hand! Scheint wohl eine inhärente Schwäche dieser Art von Pinsel zu sein, bei der man den Griff abschrauben kann. Wozu habe ich allerdings noch nicht herausgefunden. Zuerst dachte ich, er hätte sich durch mein übermotiviertes Gepinsel aus der Fassung gedreht, aber als ich ihn dann wieder aufdrehte, stellte ich fest, dass man ihn überdrehen konnte und er sich dann vom Pinsel löste. Billiges Gelumpe halt. Aber das war ja noch nicht das eigentliche Unglück. Sondern, als der Pinsel runterfiel, fiel er genau in den Farbeimer! Da musste ich ihn erst mal mühsam wieder rausfischen, bevor ich ihn wieder mit dem Pinsel verheiraten konnte! Später, als ich auf dem Minigerüst stand, und den Farbeimer zu mir herziehen wollte, fiel dieser um, weil er inzwischen zu leicht geworden war. Zu dumm auch, wenn man dies statt mit der Hand, mit dem Malerpinsel macht! So konnte ich dann den Rest der Farbe von der Gerüstplanke kratzen statt aus dem Eimer zu holen.

Später kamen dann noch Manuel und Sven, um mir beim Abdecken der gestrichenen Flächen zu helfen. Dabei erstellten sie mit Holzbalken und Folie eine schräge Fläche, die wir dann am Schluss an die Wand lehnten, um den frischen Anstrich vor dem Regen zu schützen.

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